Read Spielend leben (Ignatianische Impulse 34) by Stefan Kiechle Online

spielend-leben-ignatianische-impulse-34

Wer spielt, lebt Wer spielt, rhrt an das Gttliche Spielend zu leben und spielend leicht das Leben zu meistern, das wnschen sich viele Spiritualitt und Spiel gehren zusammen, denn der spielende Mensch ist spirituell ebenso spielt der spirituelle Mensch Wie kann das gelingen Anregungen zu einer Spielkultur aus ignatianischem Geist....

Title : Spielend leben (Ignatianische Impulse 34)
Author :
Rating :
ISBN : B0191VMPMY
ISBN13 : -
Format Type : Audio Book
Language : Deutsch
Publisher : Echter Auflage 1 1 Dezember 2008
Number of Pages : 404 Pages
File Size : 975 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Spielend leben (Ignatianische Impulse 34) Reviews

  • Christoph Müller
    2019-01-17 08:24

    Wer es wagt, das Leben spielerisch zu verstehen, der riskiert es, von den Zeitgenossen und Weggefährten mit einem überlegenen Grinsen angeschaut zu werden. Deshalb ist für viele Menschen eher Zurückhaltung geboten ' scheinbar. Scheinbar, da der Jesuitenpater Stefan Kiechle ein Buch aus der Reihe 'Ignatianische Impulse' vorgelegt hat, das das Spielerische in einem anderen Lichte erscheinen lässt. Und Stefan Kiechle ermöglicht eine erfrischende Lektüre, die dem Leben Dynamik gibt. Und die dem Spielerischen eine Begründung gibt. Insofern ist mit Kiechles Buch 'Spielend leben' ein Buch geschrieben worden, das eigentlich einer gründlichen Vertiefung bedarf. Das Buch 'Spielend leben' schafft ein breites und tiefes intellektuelles Fundament, 'um spielend zu leben'.Die Gedanken Stefan Kiechles sind eine kenntnisreiche Anregung, um das eigene Leben gestalten zu können. Ihm ist es aber auch klar, dass es zu einem spielerischen Leben Voraussetzungen bedarf. So schreibt Kiechle unter anderem: 'Für das Experiment braucht man eine gleichsam spielerische innere Freiheit: nicht nur Zeit und Raum und Geduld, nicht nur den Mut zu ungewöhnlichen oder verrückt erscheinenden Alternativen, nicht nur die Gelassenheit, sich auf Verschiedenes und Fremdes einzulassen, sondern auch und vor allem die Haltung des Ergebnisoffenen ' denn wer schon vorher festgelegt ist, spielt nicht frei '..'Auf eine eigene Weise zeigt der Jesuit Stefan Kiechle auf, dass es eine grosse Nähe zwischen Aspekten des Spielerischen und dem Glauben als solchem gibt. So schreibt er über den spielenden Mensch, was Kiechle sicher in gleicher Weise über den glaubenden Menschen konkretisieren würde. Der spielende Mensch sei heiter und ernst, er nehme die Dinge wichtig und doch nicht wichtig. Der spielende Mensch sei froh und zugleich ernst, 'weil in Gott geborgen'. Kiechle spitzt zu: 'Er nimmt das Leben als Komödie und zugleich als Tragödie. Er pflegt einen gelösten Humor und weiss noch unter Tränen zu lachen.'Für ein theologisches Buch ist Stefan Kiechles Buch 'Spielend leben' ein besonderes Buch. Denn ohne die theologisch-philosophische Schärfe zu vergessen rückt Kiechle ein Thema auf die theologische Bühne, das unbedingt vertieft werden muss. Um zum Gipfel des spielerischen Lebens zu kommen, entfaltet er die 'Liturgie als Spiel' und auch die 'Exerzitien als Spiel'. Er drückt die Überzeugung aus: 'das Spiel ist ernst', 'das Spiel ist heiter'. An diesem Punkt schlägt Stefan Kiechle auch den Bogen zum Humor, denn ohne Humor gebe es kein Spiel. Humor brauche den Glauben, 'denn nur der gläubige Mensch kann über die unzulängliche Welt lachen, weil er weiss, dass sie vorläufig ist und nicht das Letzte '..'Mit solch einer Gelassenheit Theologie zu betreiben ist eine grosse Fähigkeit, die der Jesuit Stefan Kiechle zu kultivieren scheint. Wenn er vom homo ludens schreibt, glaubt man, dass er es sicher selber ist. Dass er an einen spielenden Gott, einen deus ludens, glaubt, vollzieht man mit. Auf eine eigene Weise ist Kiechles Buch 'Spielend leben' ist einerseits eine theologische Betrachtungsliteratur, die ihresgleichen sucht. Andererseits ist es quasi Lebenshilfe, wenn er unterstreicht: 'Auch wer vor persönlichen Entscheidungen steht und diese geistlich fällen will, kann spielerische Methoden nutzen: Alternativen sich ausmalen, sie möglichst konkret und sinnlich, mit Phantasie und Kreativität in die Zukunft projizieren, alle Leidenschaften und Hoffnungen, alle Befürchtungen und Ängste durchspielen, sie auskosten, mit ihnen beten, sie dem Herrn anbieten '' Viel Freude bei der Umsetzung.

  • Thomas Holtbernd
    2018-12-21 11:07

    In sieben Schritten entfaltet Stefan Kiechle das Spiel in seiner Bedeutung für das spirituelle Leben. Zunächst geht es um eine Definition des Spiels, dann werden die zwei Seiten des Spiels, nämlich Ernst und Heiterkeit beschrieben. Im nächsten Schritt werden die Möglichkeiten für die Exerzitien ausgeleuchtet, die das Spiel eröffnen kann. Dem folgt das Kapitel über Liturgie und Spiel, dem anschließend der Abschnitt über das spielerische Leben. Den Abschluss bilden 10 Leitsätze, die das Ganze noch einmal zusammenfassen. Stefan Kiechle hat die wichtigsten Theoretiker des Spiels Johann Huizinga, Hugo Rahner und Nicolaus von Cues aufgenommen und in eine kurze und verständliche Form gebracht. In der Anwendung für das spirituelle Leben bietet das Spiel eine wunderbare Möglichkeit, sich in der Unterscheidung der Geister zu üben. Dabei ist das Spiel, wenn es nicht in seinen Zerrformen auftritt, gekennzeichnet von Freiheit und einem tranzendenten Bezug. Im Spiel rührt der Mensch an das Göttliche, der Barock spielte mit den Formen, um nicht wie in der Gotik nach oben zu verweisen, sondern den ästhetischen Genuss zu üben. Liturgie müsste genau diese Leichtigkeit bekommen, damit Menschen diese Freiheit in den Formen spüren können. Beim Spielen entdeckt man sich oder seine Mitspieler als Nörgler, als Mogler, als Moralist, als Spielverderber usw. Und wahrscheinlich lassen wir die Hüllen im Spiel mehr fallen als bei einem Beichtgespräch. Wir tuen dies zwar unbewusst, doch spüren wir diese Ernsthaftigkeit. Daher kommt es auch, dass beim Spielen gelacht wird. Es ist ein Erkenntnisprozess. Und die Klassiker wussten es bereits, Stefan Kiechle zitiert dazu Schiller: "..der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt." Der Autor hat für die Reihe der ignatianischen Impulse damit spielerisch ein anregendes Buch geschrieben, das gerade in kirchlichen Kreisen, die sich oft so formal geben eine wichtige Korrektur ist, um dem Göttlichen im Leichten und Spielerischen nahe zu sein. Denn warum können Engel fliegen? Weil sie sich nicht so gewichtig nehmen.

  • königin von s
    2019-01-05 12:15

    Ein Buch, das alle die anspricht, die viel vom Leben erwarten. Es zeigt, wie Leben spielend gestaltet werden kann und hebt sich erfreulicher Weise angenehm von eher einengenden und moralisierenden "spirituellen Wegweisern" ab. Es ist ein durch und durch reflektiertes Buch, das den Leser wirklich zu einer kreativieren, phantasievolleren, lebendigeren und erfüllenderen Lebensgestaltung verhelfen kann. Dabei verliert der Autor nie die Wirklichkeit und den Alltag aus den Augen. Alltag erfüllend zu gestalten ist ihm sehr wichtig. Er zeigt, dass hinter allem Gelingen Gott steht, Ehrlichkeit und Authentizität - auch im Spiel des Lebens. Nur mit der Annahme der Wirklichkeit und mit der Wahrheit gelangt man zu dem, wozu Jesus auf diese Erde kam: zum Leben in Fülle.