Read Die Klassische Deutsche Philosophie nach Kant: Systeme der reinen Vernunft und ihre Kritik 1785-1845 by Walter Jaeschke Online

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Das Buch zeichnet erstmals ein integrales Bild der Klassischen Deutschen Philosophie nach Kant, das auch weniger prominente Positionen einbezieht und nicht einem teleologischen Deutungsmuster folgt, also nach einer Vollendungsgestalt dieser Philosophie fragt Kants Forderung, die Philosophie als System der reinen Vernunft auszuarbeiten, ist fr die auf ihn folgende Generation von Philosophen Reinhold, Fichte, Schelling, Hegel und die ,Frhromantiker Novalis, Schlegel und Schleiermacher bestimmend gewesen Ihre Verwirklichung hat jedoch unter den Bedingungen von Jacobis Charakterisierung und Kritik der Philosophie Spinozas als eines Vernunftsystems gestanden Diese Spannung gibt der Klassischen Deutschen Philosophie nach Kant ihre alle internen Unterschiede bergreifende Einheit....

Title : Die Klassische Deutsche Philosophie nach Kant: Systeme der reinen Vernunft und ihre Kritik 1785-1845
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ISBN : 3406630464
ISBN13 : 978-3406630460
Format Type : Hardcover
Language : Deutsch
Publisher : C.H.Beck Auflage 1 8 M rz 2012
Number of Pages : 287 Pages
File Size : 593 KB
Status : Available For Download
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Die Klassische Deutsche Philosophie nach Kant: Systeme der reinen Vernunft und ihre Kritik 1785-1845 Reviews

  • Majomie
    2018-10-26 14:56

    Fichte, Schelling, Hegel: diese drei Philosophen stehen im Mittelpunkt der Nacherzählung von Jaeschke. Das ihnen wesentlich Gemeinsame bildet für den Verfasser die Tatsache, dass sie jeweils nach Kant tätig waren. Dieses zugleich zeitlich wie inhaltlich zu verstehende "nach" trifft ebenso auf die drei von Arndt behandelten Philosophen zu, nämlich Novalis, F. Schlegel und Schleiermacher. Sehr schön herausgearbeitet wird zudem der enge Kontakt zwischen den behandelten Protagonisten und die trotz aller vorkommenden Reibungen/Animositäten letztlich die jeweiligen Werke befruchtende Atmosphäre gegenseitiger Kritik. Das gilt insbesondere auch für anfangs Reinhold und eigentlich durchgängig Jacobi. Selbst Goethe wird hier und da in den so überaus fruchtbaren Kommunikationshintergrund eingezogen.Obwohl das Buch sich nicht nur an das philosophische Fachpublikum wendet, zeichnet es sich doch durch eine tiefe Durchdringung seines Stoffes aus. Dabei wird regelmäßig unmittelbar auf die Quellen zurückgegangen und hiervon ausgehend die Entwicklungsgeschichte der einzelnen Philosophien nachgezeichnet. Dies macht es dem über lediglich grobes Vorwissen verfügenden Leser allerdings nicht immer einfach, den Überblick zu behalten. Die einzelnen Teile mit allgemeinen Einführungen zu beginnen bzw. einem Fazit zu beschliessen, wäre der Lesbarkeit sicher förderlich, zumal dies aus Zeitgründen ja nicht immer an einem Stück möglich ist. Möglicherweise sollte man deshalb auch zuerst die Kurzversion dieses Buches in der Reihe von Röd zur "Geschichte der Philosophie" lesen. Allerdings war die Erscheinungsweise beider Bücher umgekehrt und habe ich den dort als Nr. IX, 2 geführten Band noch nicht gelesen.Ganz besonders verwirrend ist die Darstellung Schellings. Doch dürfte dies eher an Schelling selbst liegen, den ernst zu nehmen - trotz unbestreitbar interessanter Ansätze - zunehmend schwerer fällt. Dass auch Jaeschke hier so seine Zweifel zu haben scheint, könnte die das Buch abschliessende Fußnote mit dem vernichtenden Zitat Kierkegaards über den "grenzenlos salbadernden" Schelling andeuten. Wer weiß, vielleicht war ja genau dies die Absicht von Schelling. Wie dem auch sei, eine gestrafftere Darstellung seiner Entwicklung wäre sicher kein Mangel gewesen.Einen Glanzpunkt des Buches bildet demgegenüber die Darstellung der Philosophie Hegels. Hier spürt man aus jedem Satz, wie eingehend Jaeschke sich mit Hegel auseinandergesetzt und wie tief er sein Denken durchdrungen hat.Schließlich soll nicht unerwähnt bleiben, dass auch Fichtes Werk in rundum überzeugender Weise als erster Höhepunkt der nach-kantischen Philosophie herausgearbeitet wird.Als Fazit bleibt festzuhalten, dass es durchaus einiger Mühe bedarf, sich das vorliegende Buch zu erarbeiten. Wer dies unternimmt, wird dafür aber mit einem hervorragenden Einblick in eine philosophie-geschichtlich einmalige Epoche des Denkens in Deutschland belohnt.

  • Lao Leis
    2018-10-23 12:03

    Dies ist ein gut verständlicher Gesamtüberblick über eine wichtige Epoche der deutschsprachigen Geistesgeschichte. Die Zusammenhänge und die Entwicklungslinien bis hin zu Hegel und zur späten Romantik Schellings werden prägnant dargestellt. Beim Schreiben dieser Rezension fällt auf, dass es bisher noch keine solche gibt; das mag wohl daran liegen, dass die Durcharbeitung dieses Lebenswerkes von Herr Jaeschke viele Wochen und Monate in Anspruch nimmt. Dabei schafft es der Autor jedoch, die facettenreichen Zusammenhänge und zeitspezifischen Ausdrucksweisen (insbesondere von Hegel) dem heutigen Leser in prägnant eingearbeiteten Zitaten mitzuteilen. Belohnt wird man für die zeitaufwendige Lektüre mit einem konstrukiven und positiven Gesamtüberblick über Reichweite und Grenzen der deutschen klassischen Philosophie. Noch wertvoller wird dieses Werk, wenn man es im Zusammenhang mit Löwiths "Von Hegel zu Nietzsche" sieht. Ich wünsche dem Werk, dass es gepflegt, weitergeführt und selbst zu einem Klassiker wird.